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Kleines Wörterbuch Deutsch-Österreichisch

Hallo ihr Lieben,

es ist etwas Zeit vergangen, seit ich mich das letzte Mal o habe. Wie angekündigt war ich wieder einmal in Graz, um zuhause nochmals ein wenig auszuspannen, bevor es mit Hairspray nun in die Intensivphase geht. Unten findet ihr ein paar Bilder von unserem Fototermin, die ich euch nicht vorenthalten möchte (Foto von Diana Nusko)

Jetzt aber zu etwas anderem – ein EFD soll ja immer auch dazu dienen, die Sprache des Gastlandes zu lernen. Tja, ob ihr mir glaubt oder nicht, hier lerne ich tatsächlich Deutsch…meine 5 deutschen Lieblingsausdrücke, über die man als Österreicher stutzt…

1. Na??? 

“Na? “kann so ziemlich alles bedeuten. Am Häufigsten als Begrüßung verwendet, macht es alle folgenden Floskeln überflüssig. Es bedeutet also alles von “Hallo” bis hin zu “Wie geht´s?” und beinhaltet bei richtigen Betonung (“Naaaa”) auch schon die Antwort .(Danke, gut oder als ” Naeeee” Ja, geht so.)

2. Verpeilt

(Für Österreicher: Verwirrt, sodass man Dinge verlegt oder Treffen vergisst.) Ein weiteres neues Wort, dass sehr sympathisch ist. Als “verpeilt” beschreibt sich hier grundsätzlich jeder, einige sind es wohl auch, was man bei solch einen lieben Ausdruck jedoch gerne verzeiht.

3. Schorle

Weißweinschorle, Apfelschorle…jedes Mal, wenn ich beim Getränkeverkauf stehe frage ich mich: Warum kann man nicht einfach “Weißer Spritzer” oder “Gespritzter Apfelsaft” sagen? Ist doch viel logischer, denn wer kann sich schon Scherle…ähhh…Schube…ähhh Schurle merken?

4. Tüte

Das man das gute österreichische “Sackerl” hier nicht versteht musste ich schon im ersten Zug nach Frankfurt schmerzlich herausfinden. “Könnte ich bitte ein Plastiksackerl haben? Ach, sorry Plastiktüte, genau!”

5. Blumenkohl

Finde ich ehrlich gesagt eine blumige Alternative für unseren Karfiol. Bei Essen und Nahrungsmitteln gibt es natürlich noch viel mehr Unterschiede, aber dieses Wort war letztes Monat eine neue Entdeckung für mich.

 

And the other way around….

Jetzt kommen ein paar Ausdrücke, mit denen ich hier definitiv nicht verstanden werde…

  1. “Das geht sich aus” 

Es gibt tatsächlich keinen deutschen Ausdruck für diese wundervolle Phrase. Zur Erklärung, liebe deutschen Freunde, ob zeitlich (z.b. “Wir können uns um drei treffen, das geht sich bei mir aus.”) oder örtlich (“Wir können das Bett hier her stellen, das geht sich aus.”) oder auf Personen bezogen (“Ich kann euch drei noch im Auto mitnehmen, das geht sich aus.”) drückt es einfach aus, das etwas möglich ist.

2. Schiach

Klar, dieses Wort ist ganz eindeutig nicht Hochdeutsch, aber bitte: Was sollte man sonst für das Gegenteil von schön oder angenehm verwenden?

3. Topfen

Oder auf deutsch: Quark. Ist aber trotzdem nicht das gleiche. Topfengolatschen sind keine Quarktaschen und der Aufruf “Was is des für a Topfen” hätte als “Was ist das für ein Quark” deutlich weniger Charme.

4. Leiberl

Unterleiberl, österreichisch für Unterhemd, hat schon längst mehr Bedeutung erhalten. So kann jedes T-Shirt umgangssprachlich mit Leiberl beschrieben werden, was vielleicht nicht immer der richtige Ausdruck ist, aber durchaus verwendet wird.

5. Jänner

Es handelt sich hier natürlich um den Januar – obwohl Jänner für mich immer weniger nach harter Winterkälte klingt als der deutsche Kollege.

 

So, das war es wieder einmal, bis nächste Woche,

eure Resi

 

 

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