EFD · Kulturerlebnisse

Mitten drin

Hallo ihr Lieben, hier bin ich wieder mit #waggonhalledabei.

Dieses Mal heißt mein Post “Mitten drin”, denn genau so fühle ich mich. Es ist für mich ein großes Geschenk, in so einem kreativen Arbeitsumfeld wirken zu können. Man lernt schnell “wie der Laden so läuft”, wer an der Waggonhalle für was verantwortlich ist und wo seine eigenen Aufgaben liegen. Die Waggonhalle ist auch ein kleineres soziokulturelles Zentrum, mit vier Chefs die sich die verschiedenen Bereiche aufteilen, einigen Technikern, zwei Auszubildenden, ein paar freiwilligen Mitarbeitern und etwa sechs Praktikanten (mich eingeschlossen). Es gibt über 370 Veranstaltungen im Jahr, ein buntes Programm aus Konzerten, Theaterstücken, Vorträgen, Diskussionsrunden, Cabaret und vielem mehr. Das schafft für mich ein spannendes Klima und macht keinen Tag wie den anderen. Natürlich fallen immer wieder die gleichen Arbeiten an, wie etwa putzen oder beim Abenddienst an der Kasse zu stehen oder Getränke verkaufen, aber das gehört dazu und es bleibt immer noch Zeit für eigene Projekte.

Für mich wird das vor allem Hairspray sein, eine riesige Musical Produktion im August, und jetzt derzeit das Stück über Martin Luther.

Bei einem Probenwochenende  wurde vor allem um die Schlussszenen gerungen, an denen relativ viele Schauspieler beteiligt sind. Da muss man sich eben Zeit nehmen, bis jeder seinen Platz kennt und weiß, was er zu tun hat. Dann wurde in zwei Theaterworkshops einmal alles aus den Schauspielern hinausgekitzelt und für die letzten Proben Schwung genommen – mit Emotions- und Vertrauensübungen oder Spielen, um seine Figur und sich selbst besser kennen zulernen.

Natürlich ist für ein Stück der Text und die Regieanweisungen wichtig, doch wenn die Emotionalität der Gruppe nicht stimmt, fehlt ein wichtiger Funke. Jeder Spieler muss sich als Teil des Ganzen verstehen und Verantwortung nicht nur für seine Rolle, sondern für das ganze Stück empfinden. Dazu müssen aber alle das Stück verstehen – leichter gesagt als getan, vor allem bei so einem vielfältigem Werk wie diesem. Da gibt es viele hitzige Diskussionen über kleinste Feinheiten der Charaktere zu führen, um sie genau so auf die Bühne zu bringen, wie es stimmig ist. Doch genau das ist das spannendste und schönste bei einem Probenprozess (und es ist wirklich ein Prozess), wenn man fast hören kann wie es in allen Köpfen rattert  und dampft bis es plötzlich Klick macht und die Stelle, der Charakter oder gar das ganze Stück aufgeht.

Nächste Woche mehr, eure Resi

Hi everybody, it’s me again with #waggonhalledabei

This time my post is called “Mitten drin” – “In the middle”, because that´s how I am feeling right now. It´s a big gift for me to be able to work in such a creative and open space. I am catching up and learning how everything works, who is responsible in which area and what my tasks will be. Waggonhalle is a smaller socio-cultural center, with four bosses for different areas, a few technicians and volunteers and about eight interns (including me). There are more than 370 events per year, including concerts, plays, shows, discussions, cabaret and presentations. This makes every day special and different from the rest, although there are a lot of tasks that need to be done every day. You have to clean or stand behind the bar in the evenings, but there is always time for your own projects.

For me, this will be the musical production of Hairspray in August and the play about Martin Luther.

We had a really intensive session this weekend where we worked on the last scenes where a lot of actors take part. This can take a while, as everybody needs to find his or her space and know what to do. Later on we all took part in a theatre workshop. With emotion and trust exercises and games to explore your own body and part in the play, we were prepared for the weeks of rehersals yet to come.

Text and stage directions are important, but there is something missing if the actors do not have the right feeling for a team. Every member has to feel the responsibility not only for his own part but for the whole play. Therefore, everyone has to know what the play is about, which is easier said than done, especially in a diverse play like Luther. There are many heated discussions about little details that make huge differences for the character and the play-  but that’s what I love most about the production process(and a process it is imdeed). You can nearly see the brains working and steaming before it goes “click” and it becomes clear how the scene should be done or what the character or the whole play means. 


More next week, Resi

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